Pressemitteilung vom April 2010
Zweiter christlicher Akademiker-Kongress zu Pfingsten (21. bis 24. Mai)
_Akademikon 2010 nahezu ausgebucht: Tagesgäste willkommen
S c h w ä b i s c h G m ü n d / M a r b u r g. „Wirkungsvoll“ – wer als Akademiker seinen Glauben im Berufsalltag wirkungsvoll leben möchte, sollte diesen Kongress auf keinen Fall verpassen. Zum Kongress „Akademikon“ von der SMD (Studentenmission in Deutschland e.V.) werden vom 21. bis 24. Mai 450 Dauerteilnehmer im Gästezentrum Schönblick in Schwäbisch Gmünd erwartet. Als
Hauptreferenten sind Markus Spieker (Tagesschau, Berlin), Rolf Hille (Bengel-Haus, Tübingen) und Manfred Lütz (Bestsellerautor, Köln) eingeladen. Bereits drei Wochen vor Beginn ist der Kongress ausgebucht, Interessierte können sich aber noch als Tagesgast (ohne Unterkunft aber mit Verpflegung) für den gesamten Zeitraum anmelden.
„Arbeit, Familie, Gesellschaft. Als Christen stehen wir im ständigen Spannungsfeld, unseren Lebensalltag zu meistern und gleichzeitig Gott genug Spielraum zu geben, dass er in unserem Alltag wirklich handeln kann“, so Alexander Fink, promovierter Physiker und Leiter der Akademiker-SMD, einem Arbeitszweig der SMD. Der Kongress soll daher Fragen von Christen in akademischen Berufen thematisieren: Wie lässt sich in den Grundrastern der täglichen Verpflichtungen der Weg als Christ gehen?
Neben Plenumsveranstaltungen und Seminaren gibt es bei der Akademikon das Angebot für individuelle Fach- und Lebensberatung. Ein kompetentes Team steht für Beratungsgespräche zur Verfügung, etwa zu Finanz- und Versicherungsfragen sowie zu persönlichen Themen, wie der Karriereplanung, Seelsorge oder den Umgang mit Krisen. Eine Programmänderung wurde beim Eröffnungsabend vorgenommen. Gabriele Bosch wird den Kongress mit einem Vortrag zum Thema „Herausgefordert - von der Welt, in der wir leben“ eröffnen. Der ursprünglich eingeplante Manfred Lütz wird seinen Vortrag „Die Werte, die Wahrheit und das Glück“ stattdessen am Sonntagabend halten.
Veranstaltet wird der Kongress von der SMD, einem Netzwerk von Christen in
Schule, Hochschule und Beruf mit Sitz in Marburg (gegründet 1949 als „Studentenmission in Deutschland“). Die Akademiker-SMD versteht sich als
Schnittstelle zwischen Arbeitswelt und Glaube und Forum für Entscheidungsträger. Zehn berufsspezifische Fachgruppen organisieren Studientagungen, um sich qualifiziert mit aktuellen Fragen des Berufszweiges aus christlicher Sicht auseinanderzusetzen. Die SMD ist Mitglied des Diakonischen Werks der EKD. Alle Informationen und Anmeldung unter www.akademikon.de.
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Pressemitteilung vom November 2009
Zweiter christlicher Akademiker-Kongress zu Pfingsten 2010
_Akademikon 2010: Gottes Berufung im Alltag leben
Der zweite Kongress für Christen in akademischen Berufen – „Akademikon“ – findet vom 21. bis 24. Mai 2010 in Schwäbisch Gmünd statt. Zu dem Treffen unter dem Motto „Wirkungsvoll! – Gottes Berufung im Alltag leben“ werden 500 Akademiker aus ganz Deutschland erwartet. Auch Studierende sind eingeladen. Ziel ist es, über gelebtes Christsein im Arbeitsalltag nachzudenken.
„Arbeit, Familie, Gesellschaft – und wo ist Gott? Als Christen stehen wir im ständigen Spannungsfeld, unseren Lebensalltag zu meistern und gleichzeitig Gottes Wirken zuzulassen“, so Dr. Alexander Fink, Leiter der Akademiker-SMD. Der Kongress soll daher Fragen der Alltagsberufung von Christen thematisieren: Wie lässt sich in den Grundrastern der täglichen Verpflichtungen der Weg als Christ gehen?
Die Bibelarbeiten von Dr. Rolf Hille (Tübingen) über die frühchristliche Gemeinde sollen dazu eine Schneise schlagen. Weitere namhafte Referenten aus verschiedenen Fachgebieten werden in Vorträgen und Seminaren zum Kongressthema Stellung nehmen, darunter Dr. Manfred Lütz (Köln) und Dr. Markus Spieker (Berlin).
Das Gästezentrum Schönblick bietet mit seiner Lage im Grünen auch ein tolles Erholungserlebnis. Die Unterbringung unmittelbar am Veranstaltungsort und ein spezielles Kinderprogramm in verschiedenen Altersgruppen ermöglicht die Teilnahme auch für Familien mit Kindern. Bis zum 28. Februar 2010 ist die Anmeldung zum Vorzugspreis von 115 Euro möglich (zzgl. Unterkunft und Verpflegung). Studierende erhalten einen extra Rabatt. Derzeit sind noch genügend Plätze frei. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.akademikon.de.
Veranstaltet wird der Kongress von der Akademiker-SMD, einem Arbeitszweig des Netzwerks von Christen in Schule, Hochschule und Beruf SMD (gegründet als „Studentenmission in Deutschland“). Die Akademiker-SMD versteht sich als Schnittstelle zwischen Arbeitswelt und Glaube und Forum für Entscheidungsträger. Zehn berufsspezifischen Fachgruppen organisieren Studientagungen, um sich qualifiziert mit aktuellen Fragen des Berufszweiges aus christlicher Sicht auseinanderzusetzen. Die SMD ist Mitglied des Diakonischen Werks der EKD.
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Interview aus SMD-Transparent, Nr.4, November 2009
„Ein Bekenntnis gilt in Berlin als chic“
_Interview mit Markus Spieker, ARD-Journalist und Akademikon-Referent
Transparent: Herr Spieker, welche Herausforderungen begegnen Ihnen im beruflichen Alltag als bekennender Christ im ARD-Hauptstadtstudio?
Markus Spieker: Eigentlich begegnen mir keine Herausforderungen, die mich als Christ besonders betreffen. Vor allem geht es ja darum, das eigene Handwerk zu beherrschen und solide und uneitel seinen Job zu machen. Als Journalist bin ich ja dazu angestellt, die Wirklichkeit halbwegs akkurat abzubilden und womöglich auch zu kommentieren. Da laufe ich nicht mit einer „frommen Brille“ durchs Regierungsviertel und färbe alle Beiträge christlich-erwecklich ein. Mittlerweile bin ich ja seit über zehn Jahren bei der ARD und habe mir, so glaube ich, den Ruf erworben, ein einigermaßen guter Korrespondent zu sein. Kurz gesagt: ich bin wegen meines Glaubens noch nie „dumm angemacht“ oder abqualifiziert worden. Im Gegenteil. Es gilt sogar als chic, wenn jemand ein klares Bekenntnis hat.
_In der Medienberichterstattung der letzten Zeit werden evangelikale Gruppen vermehrt attackiert bzw. stark polarisiert dargestellt. Welche Ursachen hat das?
Das hat sicher viele Ursachen. Zunächst einmal darf man aus den zwei, drei extrem gehässigen Beiträgen nicht ableiten, dass derzeit ein Evangelikalen-Bashing im großen Stil stattfindet. Die meisten Journalisten sind gegenüber „christlichen Konservativen“, oder wie immer man sie nennen mag, indifferent. Natürlich ist es schäbig, wenn eine Handvoll Journalisten ihre Vorurteile gegenüber sehr religiösen Menschen, oder ihre biographischen Verletzungen durch Kirchenleute, oder ihren Hass auf den vermeintlich evangelikalen „Kreuzzügler“ George W. Bush zum Anlass nehmen, nun harmlose Bibelschüler zu diffamieren. Dagegen muss, wenn unsachliche Berichterstattung nachgewiesen werden kann, auch scharf protestiert werden. Aber ich fühle mich nicht unter Feuer, sondern bekenne meinen Glauben sehr selbstbewusst.
_In Ihrem Buch „Mehrwert“ beklagen Sie, dass in unserer Gesellschaft „etwas grundsätzlich falsch läuft“. Was läuft falsch und wo führt uns das hin?
Die Tendenz, die aber nicht von oben gesteuert ist, sondern vielmehr eine natürliche Folge der technischen und ökonomischen Entwicklung ist, läuft in Richtung radikale Individualisierung. Das Ego boxt sich den Weg frei, schafft sich immer neue Märkte und zerstört dabei Traditionen und bewährte soziale Formen. Eigentlich beklagen ja alle, dass die Solidarität in unserer Gesellschaft abnimmt, dass der Druck auf den Einzelnen zunimmt, dass wir überfordert sind damit, erfolgreich, gesund, glücklich, sexuell hochleistungsstark usw. zu sein. Munter wird es natürlich, wenn die Babyboomer-Jahrgänge in die Rente gehen und die sozialen Sicherungssysteme zusammenkrachen, wenn Kapital und damit Arbeitsplätze abgezogen werden, wenn extreme Minderheiten mit Terroranschlägen den Frieden stören. Es ist wie im wirklichen Leben. Echter Charakter zeigt sich nur in der Krise. Ich bin gespannt, wie unsere Gesellschaft unter extremem Druck reagiert. Ich fürchte, nicht sonderlich souverän.
_Was können christliche Akademiker im privaten und beruflichen Umfeld diesem Trend entgegensetzen?
Zunächst und vor allem dadurch, dass sie versuchen so zu leben, wie Jesus es gelehrt hat. Liebevoll Gott und den anderen Menschen gegenüber. Es wäre natürlich schön, wenn Christen auch zu Meinungsführer werden würden, oder wenn sie der Gesellschaft biblisch fundierte Angebote machen würden – etwa Sozialprojekte, neue Gemeinschaftsformen, innovative Internetformate – die allen weiterhelfen. Mein Eindruck ist allerdings, dass der Wille größer ist als die Leistungskraft. Das Dilemma vieler christlicher Kreise ist, ganz radikal formuliert, dass sie intern eine Kultur der Mittelmäßigkeit pflegen, in der die „schwachen“ Brüder und Schwester (das meine ich sowohl geistig wie auch geistlich) das Tempo vorgeben. Das ist für Außenstehende natürlich unattraktiv, und deshalb gelingt es uns auch so schwer, andere zu überzeugen. Am Ende, so leid mir das tut, zählen nämlich nicht die besseren Argumente, sondern die bessere Performance.
_Welche Impulse wünschen Sie sich von der Akademikon 2010?
Die wichtigen Impulse werden im Vorfeld gesetzt: die dafür sorgen, dass die Richtigen mit der richtigen Einstellung zusammenkommen. Das ist die Basis. Was auf dem Kongress passiert, der geistliche Zuckerguss.
INFO
Die Akademikon ist der Kongress der Akademiker-SMD für Christen im Beruf und findet vom 21. bis 24. Mai 2010 (Pfingsten) in Schwäbisch Gmünd statt. Dr. Markus Spieker spricht dort zum Thema: Geprägt werden und beeinflussen. Infos und Anmeldung: www.akademikon.de
